ÜBER DIE LOFOTEN

DIE LOFOTEN haben viele Attraktionen zu zeigen, auch außerhalb der touristischen Routen. Hier finden Sie eine Auswahl an Plätzen und Sehenswürdigkeiten, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Auf Wunsch organisieren wir geführte Touren zu den Gebieten:

  

TROLLFJORD:

Auf der östlichen Aussenseite der Insel Austvågøy befindet sich der berühmte Trollfjord. Es handelt sich dabei um einen Seitenarm der Raftsundets, der die Lofoten von den Vesterålen trennt. Der "blinde" Trollfjord ist 3 km lang und in der Mündung nur ca. 70 m breit; umgeben von steilen Felsen, die bergab direkt ins Meer stürzen. Auf der Nordseite ragt fast senkrecht eine Felswand von 920 Metern aus dem Meer empor.

 

Wüste, Sommarhus

Die meisten Besucher wissen nicht, dass es auf den Lofoten Wüste gibt. Bei dem Ort Sommarhus (Morfjorden) auf der Nordseite der Austvågøy finden wir die Wüste. Eine herrliche Gegend mit weißen Sanddünen, umgeben von Bergen und dem Ozean.

 

STORFJELL, Austre Vågan:

In 1998 wurde das kleine Dorf Storfjell zu Norwegens Favoriten gewählt. Vier Einwohnerinnen, zwischen 75- und 80 Jahre alt, begannen eine Straße selbst zu bauen, als der Staat nicht bauen wollte. Nur noch eine Strassenverbindung konnte das abgeschiedene Dorf davon retten, völlig verlassen und menschenleer zu werden. Jedoch jedem Bauantrag folgte eine Absage. Im November 1998, nach zwölf Jahren des Kampfes gegen die Gemeindeverwaltung schoben die Frauen ihre Papierberge beiseite. Sie sprengten die Felsen und begannen mit dem Straßenbau. Das Projekt wurde nach insgesamt 16 Jahren abgeschlossen

 

SVINØYA, Svolvær:

Svinøya ist der Name einer Insel in Svolvær, mit alten Häusern, Stockfisch und viel Geschichte. Kurz vor dem Wellenbrecher befinden sich Reste von Bunkern aus dem zweiten Weltkrieg.

 

Statue des König ØYSTEINS, Kabelvåg:

Bereits vor tausend Jahren wurde der Winterkabeljau (skrei) gefangen und Stockfisch auf den Lofoten produziert. Zwischen 1103 und 1123 errichtete König Øystein in Vågan eine Kirche und die ersten Fischerhütten für reisende Fischer. Der König hat damit erreicht, dass mehrere Fischer auf die Lofoten zum Fang des Skreis kamen und damit zu wirtschaftlicher Entwicklung des Vågar beigetragen haben. Die mittelalterliche Stadt Vågar befand sich auf dem Gebiet des heutigen Storvågans, wenige Kilometer westlich von dem Zentrum des späteren Dorfes Kabelvåg, und war die unbestrittene Hauptstadt des gesamten Nordnorwegens zwischen 1000 und 1400.

 

TROLLSTEIN, Kabelvåg:

Als Trollstein bezeichnet man einen grossen Felsenblock an der Europastraße 10, hundert Meter südlich von der Lofotkatedrale. Auf dem Stein sieht man ein Kreuz abgebildet, von dem keine adäquaten im gesamten Europa gefunden wurden; und er hat drei Merkmale, die an drei grosse Finger erinnern. Die Sage sagt, dass der Trollstein von einem Troll geworfen wurde, der am benachbarten Kjeldbergtinden übernachtet haben soll. Die Stein verpasste die Kirche, gegen die er gerichtet war, aber der Griff herum war so hart, dass der Abdruck noch heute sichtbar ist.

 

FRAUENGRAB in Einangen, Vestvågøy:

Auf einem Hügel mit Blick auf den Vestfjord im Osten und den Atlantik im Westen, finden wir das größte kreisförmige Steingrab Skandinaviens. Die Archäologen glauben, dass in diesem Grab, das vermutlich um das Jahr 100 n.Ch. errichtet wurde, ein Mädchen von zehn oder zwölf Jahren gelegen hat. Die aussergewöhnliche Größe und Lage des Grabes sowie das Halsband, das dort gefunden wurde bezeugen, dass dieses Mädchen einen "Göttinen Status" haben könnte, und eine Beerdigung erhielt, die nur einer Göttin würdig war.

 

WANDMALEREI in Ballstad, Vestvågøy:

Ballstad liegt an der südlichen Spitze von Vestvågøy, extrem in Richtung Vestfjord heraus; und hat Europas größte Wandgemälde von ca. 3.000 qm. Das Gemälde auf den Wänden einer Werfhalle ist von dem amerikanischem Künstler Scott Thoe.

 

STORBÅTHALLAREN, Flakstad:

Fünf Kilometer südlich von Napp befindet sich Storbåthallaren; ein mächtiger Überhang, etwa 70 Meter lang und 22 Meter tief. Aussen beträgt die Höhe 9 Meter, während man innen auf allen Vieren kriechen muss. Die Höhle ist der älteste menschliche Lebensraum aus der Steinzeit, der auf den Lofoten und Vesterålen bis jetzt gefunden wurde.

 

STEINZEITMALEREIEN in Refsvikhula, Moskenes

Die Refsvikhula auf Moskenesøy ist Norwegens größte Höhle mit Höhlenmalereien. Die 28 Bilder sind etwa 3.000 Jahre alt und zeigen menschliche Körper mit Armen und gesichtslosen Köpfen. Sie wurden mit roter Farbe auf der Wand gezeichnet und scheinen gezielt an den Stellen zu platziert worden zu sein, wo die Finsternis vom Licht verdrängt wird. Dieses hat zu Vermutungen geführt, dass die Höhle ein religiöser Ort für die Steinzeit-Menschen in Nord-Norwegen gewesen war.

 

Hölle, Røst:

Auf dem zu Røst gehörenden Vogelberg Trenyken, 50 Meter über dem Meeresspiegel, befindet sich Helvete, die "Hölle". In ihrem Innersten fand man auf Höhlenwänden drei mit roter Farbe gezeichnete Bilder von Figuren, die Götter symbolisieren. Die eine ist ca. 90 cm hoch, hat zwei Hörner anstatt des Kopfes und ausgestreckte Arme mit fünf Fingern auf der rechten und vier auf der linken Seite. Die nächste Figur ist ca. 30 cm hoch und erinnert an ein Kind. Die dritte Figur ist fast nicht mehr zu erkennen, aber es scheint, dass sie mit der ersten Figur vergleichbar war. Im mittleren Abschnitt der Höhle befinden sich fünf menschenähnliche Zeichnungen. Sie sind etwa 30 cm hoch und stellen tanzende Menschen dar. Alle wurden an der Grenze zwischen hell und dunkel gemalt, was auf rituelle Handlungen zur Kontaktaufnahme mit anderen Welten hindeuten kann.

 

LUNDEHUND aus Mostad, Værøy:

Mostad gehört zu den unverwechselbaren Siedlungen entlang der norwegischen Küste. Heute ist der Ort ausgestorben. Vor ein paar Jahrzehnten jedoch wohnten hier rund 150 Menschen, die von Papageientaucher lebten. Für den Fang dieses Vogels wurde der Lundehund benutzt. Vermutlich ist das eine sehr alte norwegische Spitzhund-Rasse mit speziellen anatomischen Eigenschaften, die den Fand des Papageientauchers im schwierigen Gelände ermöglichen. Hunderasse war fast ausgestorben und gilt heute als eine der weltweit seltensten.

 

MOSTAHALVØYA, Værøy:

Die meisten Seevögel, die in den Felsen nisten, kommen zu Værøy im Frühjahr. Nach einem alten Brauch erscheint der Papageientaucher in den Bergen am 14. April. Auf dem Vogelfelsen Mostahalvøya nisten viele verschiedene Vogelarten. Papageientaucher ist die am meisten vertretene Art. Aber auch die Dreizehenmöwe, Eissturmvogel, Trottellummen, Seeadler und Kormorane. Der Eissturmvogel ist eine neue Vogelart in den Bergen von Værøy, die erst vor ein paar Jahrzehnten hier ansässig wurde.

 

SANDØYA, Røst:

Pietro Querini war ein venezianischer Adliger und Kaufmann. Während der Fahrt von Kreta nach Flandern in 1431 strandete sein Schiff in der Nordsee. Die Überlebenden retteten sich in ein Rettungsboot und wurden zu einer unbewohnten Insel getrieben, die zu Røst gehörte. Die Einheimischen fanden sie dort, alle in einem stark verwahrlosten Zustand. Aus 67 Mann Besatzung lebten nur noch 13. Die Überlebenden wurden auf Røst gesund gepflegt und als der der Frühling kam, reisten sie gen Süden zusammen mit den Fischern, die den Stockfisch nach Bergen brachten. Nach seiner Rückkehr schrieb Querini einen Bericht, der als eine der wichtigsten Beschreibungen der Lebensbedingungen der gewöhnlichen Menschen in Nordnorwegen des Mittelalters gilt.

 

Die Insel UTRØST, die vor einigen tausend Jahren im Meer versank:

Eine alte Legende berichtet von einer Insel, die vor mehreren tausend Jahren im Meer versunken ist. Dort sollten göttliche Menschen mit blauen Augen, hoher Stirn und blonden Haar gelebt haben, die frei von Krankheit und Alter waren. Es wird erzählt, dass nachdem die Insel im Meer versunken war, könnte sie wieder auf der Meeresoberflache auftauchen und Anlaufstelle für die frommen Fischer geben, die auf der See westlich von Røst in Unwetter geraten sind. Fischer sollten erlebt haben, dass ihr Boot plötzlich auf trockenem Land stand, oder dass die Wellen sich auf einmal beruhigt haben, und sie sich mitten auf dem Meer in Utrøst wiederfanden. Der Platz ist auf keiner Karte angezeigt, aber es wird gesagt, dass man den Kormoranen folgen soll, wenn er aus Røst in Richtung Westen über das Nordmeer fliegt.